Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit

In Hessen können Sie neben dem Studium auch in Vollzeit erwerbstätig sein. Dies wird nicht bei der Immatrikulation oder der Rückmeldung abgefragt. Wenn Sie Vollzeit arbeiten, sollten Sie in ein Teilzeitstudium wechseln, dann verlieren Sie auch nicht Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Sie müssen Ihrem Arbeitgeber nicht mitteilen, dass Sie in Ihrer Freizeit ein Studium absolvieren. Es kann aber sinnvoll sein, damit er Sie unterstützt. Wenn Sie maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten, könnten Sie auch als Werkstudent_in angestellt werden. Dann spart Ihr Arbeitgeber Sozialabgaben, Sie haben dann aber auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr.

Ja. Auschlaggebend ist, dass Sie mindestens 14 Stunden pro Woche arbeiten.

Nein. Sie können auch im Vollzeitstudium erwerbstätig sein.

In der studentischen Krankenversicherung dürfen Sie maximal 82 Stunden pro Monat bzw. maximal 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit arbeiten. Nicht in die Berechnungen gehen ein:

• Arbeit am Wochenende, wenn sie an nicht mehr als 26 Wochen pro Jahr stattfindet;

• Vollzeitarbeit in den Semesterferien. Allerdings darf ein Werkstudent nicht mehr als 26 Wochen bzw. 182 Kalendertage im Jahr Vollzeit (40 Std pro Woche) arbeiten.

Nein. Ihre Erwerbstätigkeit ist niemals ein Exmatrikulationsgrund.

Sie können innerhalb des Bewilligungszeitraums von 12 Monaten anrechnungsfrei 5.400 € hinzuverdienen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Minijob oder Semesterferienjob handelt. Über 5.400 € wird nur die Differenz berücksichtigt und ihr BAföG gekürzt.

Vorsicht: Diese Grenze gilt nicht für ein Pflichtpraktikum, für das Sie Geld erhalten und für Selbständige. Aber Achtung: Ein Teilzeitstudium ist nicht BAföG-förderungsfähig.

Sie dürfen die Einkommensgrenze von 450 € pro Monat bei einem Minijob bzw. 5.400 € (inkl. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) pro Jahr nicht überschreiten. Achtung: bei allen anderen Beschäftigungsverhältnissen, also z.B. eine Werkstudententätigkeit gilt eine Einkommensgrenze von 445 € pro Monat. Mehrere Beschäftigungsverhältnisse werden zusammengezählt.